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Unternehmensgeschichte

Geschichte der Firma Fritz Canzler GmbH

 

Anfang des 20. Jahrhunderts gründete Herr Fritz Canzler in Berlin ein Handels- und Exportgeschäft mit dem Augenmerk auf Spielwaren.  Aufgrund der permanenten Lieferprobleme seiner Zulieferfirmen entschied er sich 1910, in Berlin eine eigene Produktion von Puppen und Puppenbekleidung aufzubauen.

In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg lernte Herr Canzler Herrn Hans Hoffmann aus Sonneberg/Thüringen kennen. Von ihm stammt die Idee mit den kleinen Biegepuppen und man entschloss sich, gemeinsam neue Wege zu gehen.

 


So kam es im Jahre 1924 zur Gründung der Firma Canzler & Hoffmann mit Sitz in Sonneberg/Thüringen.
Im gleichen Jahr wurden die ersten eigenen Puppen der Öffentlichkeit präsentiert und 1925 erfolgte die Eintragung des Warenzeichnens „Caho“ was für CanzlerHoffmann steht.
Schon wenige Zeit später wurden die ersten biegbaren Püppchen hergestellt und vertrieben.


1939 war die Firma Canzler u.a. auf der Messe in Leipzig im Messehaus für Spielwaren und Christbaumschmuck vertreten.

1945 erfolgte nach Kriegsende der Umzug von Fritz Canzler von Oberlind/Sonneberg in benachbarte Neustadt/Coburg.

Hier in der amerikanischen Besatzungszone nahm Fritz Canzler zeitnah die Produktion der Spielwaren unter dem Markennamen Fritz Canzler & Hoffmann wieder auf, eine Eintragung ins Gewerberegister erfolgte allerdings erst 1948.

 

Ein paar Jahre später, Anfang der 50er Jahre, erfolgte der Umzug nach Coburg und damit auch die Einführung des neuen Markennames „Caco“, was für CanzlerCoburg steht.

1953 errichtete Fritz Canzler schließlich ein Wohnhaus mit angeschlossener Fabrikation in Coburg, in dem die Produktion der Biegepuppen bis zum Verkauf nach Neustadt bei Coburg in der 70er Jahren beheimatet war.


Der Schriftzug der Marke ist symbolisch von der Veste Coburg eingerahmt, was die Beziehung der Firma zu Coburg zum Ausdruck bringt.

In den ersten Jahren war der Kopf der Puppe aus einer speziellen Masse geformt, die Hände und Füße aus Blei gegossen. Aufgrund der immer schärfer werdenden Gesetze, vor allem in dem wichtigen US-Markt wurden die Produkte nach und nach auf Kunststoffköpfe und Kunststofffüße/-hände umgestellt, da „Blei“ für Kinderspielsachen nicht mehr zu verwenden war.

 

Ende der 70er Jahre entschloss sich Fritz Canzler die Firma zu veräußern. Diese wurde an die Kinder der Familien Hausser  verkauft. Damit erfolgte der Umzug der Firma von Coburg nach Neustadt bei Coburg.
Der Markenname „Caco“ war in der Zwischenzeit jedoch so bekannt geworden, dass dieser trotz Ortswechsel weiterhin für die kleinen handgearbeiteten Biegepuppen der Firma Canzler steht.

 

Zu dem bestehenden Produktportfolio mit Kunststoffköpfen kam auf Wunsch der Kundschaft jetzt auch Puppen mit Porzellankopf, vor allem für Sammler und besondere Anlässe.

 

Mitte der 80er Jahre übernahm Frau Ingrid Berndt-Hausser die Firmenanteile von Ihren Cousinen und führt seitdem die Firma als geschäftsführende Gesellschafterin.

Im Sinne der Tradition des Produktes wird heute noch jede Puppe in liebevoller Handarbeit mit Hilfe von Heimarbeitern und regionalen Zulieferbetrieben in Deutschland hergestellt.


Allein der Kopf benötigt mehr als fünf Arbeitsschritte, bis aus einem Kunststoffrohling ein typisches, lebendiges, einzigartiges Caco-Puppengesicht wird.
Der Körper der kleinen Biegepuppen wird heute noch nach dem Entwurf der beiden Herren Canzler & Hoffmann hergestellt. Damit ist sichergestellt, dass die Puppe wie früher jede Bewegung des menschlichen Körpers nachvollziehen kann. Auch hier vergehen mehrere Handarbeitsschritte, bis aus den Einzelteilen ein vollbeweglicher Caco-Puppenkörper entsteht, der dann mit Kleidungsstücken voller Raffinesse sowohl im modernen als auch im nostalgischem Stil begleitet wird. Alle Bekleidungen und Outfits der Puppen werden in der Firma selbst entworfen, bemustert und hergestellt.

 

Stück für Stück wurde das Produktspektrum über die Jahre um Holzartikel und Korbartikel ergänzt und bereichert. Auch diese Artikel werden ganz nach dem Unternehmensleitbild der Firma aus der Region bezogen und bei Canzler mit handgearbeiteten Puppen und Accessoires verfeinert.

Inzwischen umfasst das Produktspektrum mehr als 400 verschiedene Puppendesigns aufgeteilt auf die Maßstäbe 1:12 und 1:17 mit Porzellan- und Kunststoffkopf.

 

Seit Mitte 2011 wird nun das nächste Kapitel der Firma langsam eingeläutet.
Seien Sie gespannt, wie sich die Firma Fritz Canzler GmbH getreu dem Motto „Tradition und Moderne“ in den kommenden Monaten neu entwickeln wird.

 

 


 


Tabellarischer Lebenslauf:

1906 Gründung eines Handels- & Exportgeschäfts durch Fritz Canzler in Berlin

1910 Beginn der Herstellung eigener Puppen und Puppenbekleidung

1924 Gründung der Firma Canzler & Hoffmann in Sonneberg/Thüringen

1925 Eintragung des Warenzeichens „Caho“

1927 Fertigung der ersten „Biegepuppen“

1945 Umzug der Firma von Sonneberg ins benachbarte Neustadt durch Fritz Canzler

1948 Eintragung der Firma in das Gewerberegister

1950 Aussteller auf der ersten Spielwarenmesse in Nürnberg

1951 Umzug der Firma von Neustadt in das benachbarte Coburg und Eintragung des Warenzeichens „Caco“

1977 Übernahme der Firma durch die Familien Hausser

1987 Übernahme der kompletten Firmenanteile durch I. Berndt-Hausser

2007 Sonderedition 80 Jahre Biegepuppe

2009 Ehrung als einer der wenigen Aussteller der Spielwarenmesse Nürnberg, die schon 60 Jahre ausstellen




Kontakt

kontaktFritz Canzler GmbH
Am Moos 13a
D-96456 Neustadt b. Coburg
Telefon: +49 (0) 9568 - 54 24
Telefax: +49 (0) 9568 - 8 61 69

info@caco-doll.de